Programm (dt.)

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Sa, 14.7. 13:00 Uhr

Anastasia Blinzov und Frederieke Westerheide für das Autor*innenkollektiv Gras & Beton: „Gefährliche Orte“

Kriminalitätsbelastete Orte, gefährliche Orte, Gefahrengebiete: stigmatisierte Räume spielen in Stadtentwicklung, Raumplanung und polizeilicher Praxis eine immer größere Rolle. An diesen Orten lässt sich eine Verschränkung polizeilicher Kontrolle mit einem globalisierten Kapitalismus und Prozessen der Getrifizierung beobachten: Die Rede von »hochgefährlichen Arealen«, in denen über Kriminalität und Drogen geklagt wird, geht einher mit der Verlockung, als Tourist*in genau dort die authentische Metropolenerfahrung zu finden und reiht sich somit in Prozesse der Gentrifizierung und Verdrängung ein.

An den Beispielen des Kottbusser Tors und des Görlitzer Parks in Berlin-Kreuzberg unterziehen Wissenschaftler*innen der kritischen Stadtforschung den Diskurs um »gefährliche Orte« einer kritischen Revision. In einer sozialräumlichen Analyse polizeilicher und sozialtechnischer Maßnahmen stellen sie die Frage, für wen ein Recht auf Stadt an diesen Orten realisiert wird.

 

Sa, 14.7., 13:00 Uhr

Der lange Arm der Repression – von Barcelona bis Aachen“
Seit dem Jahr 2013 fanden eine Reihe von Operationen gegen die anarchistische Bewegung, ausgehend vom spanischen Staat statt. Angefangen hatte alles mit der Verhaftung und späteren Verurteilung von zwei Anarchist*innen aus Chile. Dies lief unter dem Namen Operation Columna. Ab diesem Moment fanden drei weitere Operationen statt, Pandora, Piñata, Pandora II bis hin zu der Verhaftung am 13 April 2016 von zwei weiteren Gefährt*innen in Barcelona, die beschuldigt wurden in Aachen eine Bank enteignet zu haben. Dutzende Wohnungen, besetzte Häuser, Treffpunkte und anarchistische Zentren wurden während dieser Zeit durchsucht und fast 50 Personen verhaftet. Die Anklage war die der Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation mit terroristischen Zielen. Die Staatsanwaltschaft feierte damit einen Schlag gegen die Gefahr des „anarchistischen Terrorismus“. Dies wird eine Veranstaltung über unterschiedliche Fälle sein, unter anderem wird die Isolationshaft in Spanien (genannt F.I.E.S.) beschrieben, sowie die Geschichte des Antiterror Gesetzes.

 

Sa, 14.7., 15:00 Uhr

Lann Hornscheidt: „Zu lieben. Liebe als politisches Handeln“

Der Workshop gibt Anregungen dazu Lieben als politisches Handeln zu verstehen. Zu lieben ist ein konkretes politisches, lebenslanges Projekt. Es ist zugleich die Vision eines veränderten sozialen Miteinanders. Zu Lieben befreit aus strukturellen Gewaltkreisläufen, die das Gerüst des Kapitalismus sind. Zu Lieben lässt Gewalt Schritt für Schritt los. Was bedeutet es zu lieben? Inwiefern ist Lieben politisch? Was kann es konkret bedeuten, selbstliebend zu handeln, eigene Privilegierungen und Diskriminierungen wahrzunehmen und sich mit Welt respekt- und liebevoll zu verbinden?Zu Lieben als politisches Handeln zu verstehen, heißt, Kapitalismus zu entlieben. Kapitalismus zu entlieben, ermöglicht Lieben wieder zu politisieren. Der Workshop bietet einige der Schreib- und Diskussionsübungen aus dem gerade erschienenen Buch dazu an.

 

Sa, 14.7., 15:00 Uhr

Peter Haumer: „Geschichte der F.R.S.I. Die Föderation Revolutionärer Sozialisten „Internationale“ und die österreichische Revolution 1918/19.“
Ende 1918 brach als Folge des 1.Weltkrieges die Österreich-Ungarische Monarchie zusammen. Am Tag der Ausrufung der Republik demonstrierten tausende Arbeiterinnen und Arbeiter für eine sozialistische Republik. Sie hatten auch konkrete Vorstellungen, wie dies zu bewerkstelligen sei: Selbstorganisation in Form der Rätebewegung. Mit diesen Vorstellungen versuchten die Mitglieder der Föderation Revolutionärer Sozialisten „Internationale“ (F.R.S.I.) wirkmächtig in „den Lauf der Weltdinge“ einzugreifen und die soziale Revolution in Österreich Realität werden zu lassen. Als historische Vorgängerorganisation der KPDÖ verkannt, orientierte sie sich vielmehr am Beispiel der revolutionären Obleute in der deutschen Revolution. Ihre kurze Geschichte gibt überraschende Einblicke in den revolutionären Prozess der jungen 1. Republik und 100 Jahre danach können ihre Ideen von sozialer Gleichheit, Selbstorganisierung und Pluralismus noch immer eine große Strahlkraft entfalten. Die Föderation, die aus der Geschichtsschreibung „herausgefallen“ war, wird durch dieses Buch der Vergessenheit entrissen.

 

Sa, 14.7., 16:00 Uhr (bei Bedarf nochmal 18:00 Uhr)

Ricaletto, Sven Wegner: Durchs Wilde Kurdistan“ – Ausstellung und Gespräch

Durchs wilde Kurdistan heißt ein Roman von Karl May, auf den sich die Arbeit von Ricaletto und Sven Wegner ironisch bezieht.

Während Karl May nie in Kurdistan war, unternahmen Sven und Ricaletto als Teil einer kleinen Deligation Anfang des Jahres 2017 eine Reise nach Südkurdistan/Nordirak um sich mit Menschen verschiedener politischer Hintergründe zu treffen, Projekte kennen zu lernen und Strukturen zu verstehen. Der Fokus lag unter anderem auf „Camp Maxmûr“, einem Flüchtlingslager, das von den Bewohner*innen „radikal-demokratisch“ selbstverwaltet wird. Unter anderem führte sie ihre Reise auch in die Kandilberge, den Rückzugsort der in Deutschland immer noch verbotenen kurdischen Arbeiterpartei P.K.K. und nach Kirkuk, wo sich zu diesem Zeitpunkt die Frontlinie zu Daesch (I.S./I.S.I.S.) befand.

So entstand eine Reisereportage in Form einer Graphic Novel sowie mehrere Interviews und Zeichnungen, von denen Teile in einer Installation zu sehen sein werden.

https://iz-dresden.org/de/

http://ricaletto.blogsport.de/

 

Sa, 14.7., 17:00 Uhr

Sina Holst und Johanna Montanari: „Wege zum Nein“ – Lesung & Diskussion

Der Essayband „Wege zum Nein“ betrachtet die Reform des Sexualstrafrechts 2016 im gesellschaftlichen Kontext sexueller Gewalt, sexueller Selbstbestimmung und Emanzipation. Sexualstrafrecht, #NeinHeisstNein, rassistische Instrumentalisierung, Rassismus in Deutschland, Vergewaltigungskultur, persönliche Erfahrungen, feministische Geschichte_n und Konsens werden nicht als Einzelthemen, sondern in ihrer Abhängigkeit voneinander diskutiert. Dabei ist die zentrale Frage, wie Räume sozialer Interaktion geschaffen werden können, in denen Nein nicht nur möglich ist, sondern wertgeschätzt wird.

Die Herausgeberinnen Sina Holst und Johanna Montanari stellen das Buch vor und lesen aus einzelnen Texten.

 

Sa, 14.7., 17:00 Uhr

Fiona Schmidt: „Staatsanwaltschaftlicher Umgang mit rechter und rassistischer Gewalt am Beispiel des NSU-Komplex‘ und des Oktoberfestattentats“

Angesichts der nahenden Urteilsverkündung im NSU-Prozess gibt es mehr Fragen als Antworten zum NSU-Komplex. Das Netzwerk des NSU, die Rolle und das Wissen staatlicher Behörden und die Auswirkungen der Taten und der rassistisch geführten Ermittlungen für die Geschädigten und Angehörigen der Ermordeten waren kaum Gegenstand. Dass dem so ist, liegt zu großen Teilen in der Verantwortung der Bundesanwaltschaft. Als oberste Strafverfolgungsbehörde hat sie im NSU-Prozess eine äußerst wichtige Rolle inne. Sie vertritt zum einen die Bundesrepublik Deutschland als Geschädigte des NSU, zum anderen die Anklage und leitete die Ermittlungen. Die Autorinnen Isabella Greif und Fiona Schmidt diskutieren am Beispiel der Ermittlungen zum NSU-Komplex und dem Oktoberfestattentat, welche strukturellen Defizite den staatsanwaltschaftlichen Umgang mit rechter und rassistischer Gewalt prägen und welche Kontinuitäten sich daraus ergeben.

 

Sa, 14.7., 19:00 Uhr

Achim Szepanski: „Riot – Was war da los in Hamburg?“

Die Leitmedien reduzieren bis heute die Protestaktionen gegen den G-20 Gipfel auf die Randale gewalttätiger Krawallmacher und Chaoten, und ein bestimmter Teil der Linken stimmt sich auf diesen Diskurs ein und singt ihn fröhlich mit. Riot ist gleich Gewalt, darin sind sich Rechte – und manche Linke einig.

Gewöhnlich wird der Aufstand tatsächlich im Kontext von Gewalt, Mangel und Defizit begriffen, während er jedoch in sich selbst die Erfahrung des Surplus anzeigt – Surplus-Gefahr, Surplus-Instrumente und Surplus-Affekte. Der wichtigste Surplus ist die Surplus-Bevölkerung selbst: Der Moment, an dem der Riot das polizeiliche Management der Situation sprengt und sich von der Regelhaftigkeit des alltäglichen Lebens entkoppelt. Diese Art der aufständischen Surplusproduktion bleibt immer auf die Transformationen des Kapitals bezogen. Der Riot ist folglich ein Teil der Zikulationskämpfe der Entrechteten und Verarmten auf der ganzen Welt.

 

Sa, 14.7., 19:00 Uhr

Eva-Maria Österle: „Grenzgang – Die Verarbeitung des Nahostkonflikts in der zeitgenössischen Literatur Israels“
In der israelischen Literatur ist der Nahostkonflikt in seinen vielen Facetten schon lange ein bestimmendes Thema und das Lebensumfeld israelischer Literat_innen ist seit jeher von diesem Konflikt geprägt, ihre Werke tragen die Spuren dieser Lebens- und Schaffensumgebung und deren gesellschaftlichen und politischen Spannungen. In diesem Vortrag sollen Werke seit der Staatsgründung Israels und im speziellen literarische Verarbeitungen der jüngsten Vergangenheit betrachtet und ihre Themenfelder diskutiert werden, vor allem auch hybride Strukturen, die zeitgeschichtliche Kontexte in die Prosaform überführen.

 

So, 15.7., 13:00 Uhr

Simon Schuster: „Die Welt verändern, von unten und von links“ – Selbstorganisation am Beispiel der Zapatista“
Die Zapatist*innen haben es ihren Comunicados erkannt: Wenn man die Welt verändern will (, ohne die Macht zu übernehmen), muss man sich organisieren.

Es ist unsere Überzeugung und unsere Praxis, dass es nicht nötig ist, Anführer, Oberhäupter oder einen Messias oder Retter zu haben, um zu rebellieren und zu kämpfen. Um zu kämpfen, sind lediglich ein wenig Anstand, ein bisschen Würde und viel Organisation notwendig.“

Die Antwort darauf, wie solche Selbstverwaltungsstrukturen aussehen können, geben sie in ihrer täglichen Praxis auf zapatistischem Territorium in Chiapas, Mexiko. Die Grundprinzipien ihrer Selbstverwaltungsstrukturen, wie sie sich in den über 20 Jahren des Widerstandes herausgebildet haben und auch im Einzelnen umgesetzt werden, können stellvertretend für den Versuch des Aufbaus einer demokratischen und antikapitalistischen Ordnung verstanden werden. Das „gehorchende Regieren“, das „fragende Voranschreiten“ sowie die Maxime des „Eine Welt, in die viele Welten passen“ sind entstanden sowohl aus ihren indigenen Verhaltensformen, Erfahrungen gesellschaftlicher Marginalisierung, Assimilierung und Unterdrückung sowie der Reflexion radikal-demokratischer Theorien. Ihre Antwort: wir müssen eine Welt schaffen, in die viele Welten passen, d.h. die Besonderheiten jedes Einzelnen müssen anerkannt und respektiert werden. Im Ergebnis hat sich aus diesen Erkenntnissen eine direkt-demokratische Demokratieform des Regierens herausgebildet. Sie trägt in manchen Teilen wegen der Praktikabilität auch Züge einer repräsentativen Ordnung. Sie kann als „Demokratie des gehorchenden Regierens“ bezeichnet werden.

Das Buch „Demokratie des gehorchenden Regierens – Das zapatistische Modell einer neuen Gesellschaft“ versucht die Entwicklung des zapatistischen Politik- und Organisationsansatzes zu erklären und erkennbar zu machen. Gleichzeitig möchte es aber auch eine „Übersetzungsleistung“ bieten. Die gesammelten Erfahrungen der Zapatist*innen können als Blaupause verstanden werden für Ansätze, die unter Berücksichtigung der geografischen und gesellschaftlichen Besonderheiten auch Wege zur Erprobung alternativer Organisationsformen vor Ort aufzeigen sollen.

 

So, 15.7., 13:00 Uhr

Wolfgang Lettow: Damals wie heute – den Gefangenen eine Stimme geben – Workshop von der Redaktion des Gefangenen Gefangenen Info

Übersicht über die Arbeit des Magazins „Gefangenen.Info“: Das „Gefangenen.Info“ hat das Ziel eine effektive Öffentlichkeitsarbeit gegen Repression und die Desinformation zu leisten, sowie den Gefangenen eine Plattform zu bieten

Da unsere Zeitschrift seit 1989 existiert, gegründet wurde sie von den Angehörigen der Gefangenen aus er RAF und des Widerstands, versuchen wir auch zu reflektieren, was sich in den letzten Jahren an dieser Solidaritätsarbeit verändert hat.

 

So, 15.7., 15:00 Uhr

Christian Schmacht: Fleisch mit weißer Soße

Christian Schmacht liest aus seiner 2017 bei der Edition Assemblage erschienen Novelle „Fleisch mit weißer Soße“. In „Fleisch“ geht es um Sexarbeit, queer_transgender Leben, Freund_innenschaft, Community, Femme Labor und Magie.
Hengameh Yaghoobifarah schreibt im Missy Magazine über das Buch: „Christian Schmachts Alltagsgeschichte bietet den Rahmen der Erzählung, aber auch ein Fernglas, durch das die Leser*innen politische Diskurse betrachten können. Halb wie ein Tagebuch, halb wie ein politisches Essay geschrieben, steckt viel radikale queer- und transfeministische Analyse in den Gesprächen, die mal im Bordell oder mal in der eigenen WG stattfinden.

 

So, 15.7., 15:00 Uhr

Bettina Wilpert: „nichts, was uns passiert“ Lesung

Leipzig. Sommer. Universität, Fußball-WM und Volksküche. Gute Freunde. Eine Geburtstagsfeier. Anna sagt, sie wurde vergewaltigt. Jonas sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr. Aussage steht gegen Aussage. Nach zwei Monaten nah an der Verzweiflung zeigt Anna Jonas schließlich an, doch im Freundeskreis hängt bald das Wort „Falschbeschuldigung“ in der Luft. Jonas’ und Annas Glaubwürdigkeit und ihre Freundschaften werden aufs Spiel gesetzt.

Der Roman »nichts, was uns passiert« thematisiert, welchen Einfluss eine Vergewaltigung auf Opfer, Täter und das Umfeld hat und wie eine Gesellschaft mit sexueller Gewalt umgeht. Der Debütroman von Bettina Wilpert erschien im Februar 2018 im Verbrecher Verlag.

 

So, 15.7., 17:00 Uhr

Çağrı Kahveci: „Migrantische Selbstorganisierung im Kampf gegen Rassismus“

Selbstorganisierung als eine besondere Form der kritischen Auseinandersetzung von Migrant*innen mit rassistischen Verhältnissen um Mobilität, Bürgerrechte, Zugehörigkeit etc. ist in Deutschland politisch sehr heterogen. Historisch hat sie sich als ein fruchtbares umkämpftes Terrain für das Entstehen einer politischen Kraft jenseits der paternalistischen Bevormundung erwiesen. Sie birgt jedoch auch Gefahren der Identitätspolitik. Diese Ambivalenz kristallisiert sich zumindest bei der Betrachtung der antirassistischen politischen Praxis türkeistämmiger Migrant*innen heraus.

Durch die kritische ›Begleitung‹ und Reflektion ihrer Politik werden in diesem Buch die Konjunkturen des Rassismus nachvollzogen. Denn Antirassismus stellt zwar zwangsläufig eine Negation (des Rassismus) dar, ist aber zugleich auch konstitutiv für die Demokratisierung der Gesellschaft (Affirmation). Dominante Ansätze sozialer Bewegungsforschung können wegen ihrer starren und formalistischen (eurozentristischen) Orientierung die eher „alltäglichen, stillen, banalen langsamen“ Charakter Kämpfe der Migration und deren kapillaren Struktur oft nicht erfassen. Umso dringender ist es daher, einen ausdifferenzierten und aufmerksamen Blick in die politische Mobilisierung der Marginalisierten zu werfen, um eben diese leisen Stimmen der Unterworfenen hörbar zu machen.

 

So, 15.7., 17:00 Uhr

Widersprüche und Perspektiven radikaler Stadtpolitik – Podiumsdiskussion

Mit Personen aus unterschiedlichen Gruppen und Netzwerken wollen wir über verschiedene Ansätze radikaler Stadtpolitik diskutieren. Ob Besetzung oder Häuserkauf, Kooperation oder Druckaufbau gegenüber stadtpolitischen Institutionen, Kiezvernetzung oder Mietberatung – im Kampf für eine solidarische Stadt gibt es viele Wege und Perspektiven. Ein paar von ihnen werden aufgezeigt, um über ihre Erfahrungen und Ziele, aber auch ihre Widersprüche und Schwierigkeiten zu sprechen. Kommt mit allen Fragen die ihr habt vorbei zu einem moderierten Podium, hört zu, diskutiert wild mit, lasst euch inspirieren oder andere an eurer Skepsis teilhaben.
Wir freuen uns auf ein (hoffentlich zumindest ein bisschen) kontroverses und solidarisches Podium.